Nachhaltigkeitsbericht (ESG)
Von der Saat bis zur Auslage des Bäckers, für eine lokale und nachhaltige Lieferkette
Die Nachhaltigkeitsstrategie der GMSA ermöglicht es dem Unternehmen, sich im Markt zu positionieren, die Erwartungen der Kunden zu erfüllen sowie Talente und Investoren zu gewinnen. Im Jahr 2025 setzte die GMSA die Umsetzung ihres Fahrplans 2030 fort und konkretisierte ihre Strategie zur Verringerung der Auswirkungen ihrer Aktivitäten im Scope 3.
«GMSA muss Praktiken anwenden, die dazu beitragen, die Auswirkungen ihrer Tätigkeit auf die Umwelt und die Gesellschaft so gering wie möglich zu halten. Ohne den Schutz unserer Ressourcen und unseres Bodens ist die Landwirtschaft und damit unsere gesamte Branche in Gefahr.
Die Vision der GMSA umfasst Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft als Hebel für die Entwicklung. Unsere ESG-Strategie gibt die Richtung für 2030 vor, stützt sich auf einen konkreten Fahrplan und ein Green Team. Im Jahr 2025 konnten wir diese Strategie weiter umsetzen und das Thema Nachhaltigkeit in unserer Kultur, unseren Reflexen und unserer Unternehmensführung verankern und so eine Grundlage für Transparenz und langfristigen Erfolg schaffen. Zudem haben wir die Schweizerische Schälmühle E. Zwicky AG in die Gruppe eingegliedert, die in mehreren Bereichen, wie beispielsweise der Solarproduktion, anderen Unternehmen der Gruppe voraus ist.
Wir mussten Flexibilität beweisen und das Umsetzungstempo ausgewählter Projekte anpassen, um regulatorischen Entwicklungen sowie Marktchancen und -herausforderungen Rechnung zu tragen.
Für die Zukunft möchte die GMSA weiterhin ehrgeizige ökologische und soziale Ziele verfolgen und gleichzeitig wirtschaftlich realistisch bleiben.»
Alain Raymond
CEO
Die Vision 2030 der GMSA umfasst Nachhaltigkeit, Sicherheit und Transparenz als wichtige strategische Hebel. Die ESG-Strategie (Umwelt, Soziales, Governance) der Gruppe lässt sich mit dem Engagement «GMSA im Dienste einer lokalen und nachhaltigen Wertschöpfungskette» zusammenfassen.
Die Nachhaltigkeitsstrategie basiert somit auf soliden Pfeilern, darunter:
- Herstellung nahrhafter und gesunder pflanzlicher Produkte
- Überwiegend lokale Beschaffung landwirtschaftlicher Rohstoffe
- Lieferanten- und Mitarbeiterbindung
- Verwertung der gesamten Getreidekleie
- Aktive Kundenunterstützung, insbesondere der handwerklichen Bäcker
Anmerkung: Die Schweizerische Schälmühle E. Zwicky AG wurde 2025 Teil der Groupe Minoteries SA. Der Nachhaltigkeitsbericht widerspiegelt die Situation ohne die Schweizerische Schälmühle E. Zwicky AG.
Mit ihrem Geschäftsmodell und ihrer Nachhaltigkeitsstrategie trägt die GMSA massgeblich zu den folgenden 11 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) bei
Die Wesentlichkeitsmatrix unterstützt die GMSA dabei, die von internen und externen Stakeholdern priorisierten Themen in ihre Strategie zu integrieren.
Die Einbindung interner und externer Stakeholder ermöglichte es, die Vision der GMSA durch die Berücksichtigung vielfältiger Perspektiven zu schärfen. Bei der Befragung wurde insbesondere die Bedeutung einer verantwortungsvollen Unternehmensführung sowie nachhaltiger Innovation für die langfristige wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft und der Mühlenwirtschaft hervorgehoben. Auch die Chancengleichheit, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Gleichstellung von Frauen und Männern, wurde als relevanter Aspekt identifiziert. Die Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen sowie die regenerative Landwirtschaft werden zudem als zentrale Faktoren für die Sicherstellung langfristiger Nachhaltigkeit und die Unterstützung einer lokalen und nachhaltigen Versorgung betrachtet.
Die Wesentlichkeitsmatrix bewertet die Bedeutung der wesentlichen Themen anhand von zwei Kriterien: der Bedeutung dieser Themen für die Stakeholder der GMSA und ihre Auswirkungen auf unsere Aktivitäten unter Berücksichtigung von Tragweite und Wahrscheinlichkeit der Ereignisse auf unsere Aktivitäten. Die Themen in der oberen rechten Ecke sind am kritischsten und werden unsere strategischen Massnahmen leiten, um den Erwartungen gerecht zu werden und Risiken zu mindern.
Prioritär
Diese für die GMSA entscheidenden materiellen Themen erfordern von der Geschäftsleitung höchste Priorität, Leistungsverbesserungen und eine detaillierte Berichterstattung.
Wichtig
Diese Themen sind sekundäre Prioritäten, die das Management verwalten und verbessern sowie den Stakeholdern mitteilen muss.
Sekundär
Diese Themen mit geringer Auswirkung haben eine untergeordnete Priorität und erfordern eine punktuelle Überwachung und Bearbeitung.
Unsere wichtigsten Fortschritte im Bereich der Nachhaltigkeit 2025
Integration der Nachhaltigkeit bei der GMSA: Das Green Team ist operativ!
Im Jahr 2025 haben die 11 Teilnehmer des Green Teams, die aus verschiedenen Abteilungen der GMSA stammen, gelernt, zusammenzuarbeiten, um vorrangige ESG-Projekte umzusetzen. Eine monatliche Sitzung zu den Themen Energie und Transport sowie jeweils vierteljährlich ein Workshop mit allen 11 Teilnehmern, darunter ein Mitglied der Geschäftsleitung (Prozess Einkauf-Nachhaltigkeit), fanden über das Jahr statt. Eine Schlüsselrolle bei der Erfassung aussagekräftiger Daten aus den verschiedenen Standorten spielte die Koordination: zum einen, um Kohärenz und Effizienz zu gewährleisten, aber auch, um eine Verbindung zu den strategischen Entscheidungen der GMSA herzustellen, die im Jahr 2025 gefällt wurden, wie beispielsweise die Übernahme der Schweizerischen Schälmühle E. Zwicky AG. Mithilfe der Governance-Instrumente zur Überwachung aller ESG-Projekte der GMSA konnten der Fortschritt und die erzielten Ergebnisse verfolgt und so einige relevante Leistungskennzahlen (KPIs) ermittelt werden.
Aufgabenteilung zwischen den Abteilungen zur Umsetzung der ESG-Strategie der GMSA
Gaetan Schmid
Koordinator Green Team
Reduktion der direkten und indirekten Treibhausgasemissionen (THG) der GMSA
Anteil der CO2e-Emissionen des Mehls bei GMSA
Aggregierte und gerundete Prozentwerte nach Scope
Hin zu einer nachhaltigen Wertschöpfungskette
Fokus auf die Klimaauswirkungen der Scope 3 Aktivitäten der GMSA
Im Jahr 2025 hat die GMSA den Beitrag ihrer Scope-3-Aktivitäten zum Klima detailliert definiert: Einkauf von Getreide und anderen Rohstoffen für die Rezepturen, Einkauf von Verpackungen, Transport von Waren durch externe Unternehmen, Abfallentsorgung, Fahrten der Mitarbeiter und Geschäftsreisen. Es gilt zu beachten, dass der Scope 3 mehr als 90 % der Emissionen der GMSA ausmacht und dass der Einkauf von Getreide und pflanzlichen Rohstoffen den grössten Teil der Auswirkungen des Scope 3 verursacht. Um den klimatischen Fussabdruck ihrer Aktivitäten zu verringern, besteht der wichtigste Hebel der Gruppe darin, sich für die Reduzierung der Emissionen bei den Landwirten einzusetzen. Aus diesem Grund ist die GMSA im März 2024 als eines der ersten Unternehmen Mitglied von AgroImpact geworden. Ziel ist es, konkrete Massnahmen zur Emissionsreduktion bei den Produzenten zu unterstützen und umzusetzen.
Im Jahr 2025 setzte die GMSA im Rahmen ihrer Teilnahme an AgroImpact Massnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen bei Landwirten um. Diese betrafen ein Volumen von 1’000 Tonnen Brotweizen aus der Ernte 2025 und führten zu einer Emissionsreduktion von 23’000 kg CO2e. Damit der solidarische Klimawandel im Agrarsektor wirtschaftlich tragbar wird, ist die GMSA weiterhin davon überzeugt, dass sowohl Lieferanten als auch Kunden einbezogen werden müssen. Das gemeinsame Ziel besteht darin, die Wertschöpfungskette emissionsärmer zu gestalten und das Angebot an Produkten mit geringem CO2-Fussabdruck entsprechend der Nachfrage weiterzuentwickeln.
Reduktion des CO2-Fussabdrucks der Scopes 1 und 2
Im Jahr 2025 haben die Produktionsstandorte und die Mitglieder des Green Teams, die an Energieprojekten beteiligt sind, die Governance-Instrumente zur Datenerfassung und monatlichen Überwachung des Energieverbrauchs und der damit verbundenen Treibhausgasemissionen effektiv genutzt. Das entwickelte Dashboard zur detaillierten Nachverfolgung der Fortschritte bei der Reduktion der Treibhausgasemissionen (THG) in den Scopes 1 und 2 der GMSA bildet die Grundlage für den Emissionsmonitoring-Indikator.
Es wurden verschiedene Massnahmen umgesetzt, um unseren Energieverbrauch und damit indirekt die CO2e-Emissionen der Standorte zu senken. Neben dem Austausch bestimmter Anlagen durch energieeffizientere Technologien wurden verschiedene weitere Verbesserungen vorgenommen, so zum Beispiel durch den Austausch der Fenster im Verwaltungsgebäude am Standort Granges-près-Marnand und die Installation von Photovoltaikmodulen an unserem neuen Standort in Riddes erreicht.
In diesem Jahr wurde mit dem Entscheid zur Elektrifizierung der Flotte kleinerer Firmenfahrzeuge sowie zur Beschaffung eines Elektro-Lkw ein weiterer wichtiger Schritt vollzogen.
Ehrgeizige, aber realistische Ziele zur Reduktion der Treibhausgasemissionen der Scopes 1, 2 und 3
Im Jahr 2025 analysierte die GMSA die Relevanz und Machbarkeit eines Beitritts zur Science Based Targets initiative (SBTi), einem standardisierten Rahmen, der es Unternehmen ermöglicht, wissenschaftsbasierte Klimaziele festzulegen. Die SBTi-Analyse ergab, dass die GMSA vor allem ihre Scope-3-Emissionen bis 2033 um 30 % reduzieren müsste. Dieser Prozentsatz wird angesichts der sich verändernden Marktnachfrage nach Produkten mit geringen CO2-Emissionen und der jährlichen Investitionen, die erforderlich sind, um diesen Reduktionskurs bei den landwirtschaftlichen Produzenten zu unterstützen, als sehr unrealistisch angesehen.
Um flexibel und pragmatisch zu bleiben, hat sich die GMSA für realistische interne Emissionsreduktionsziele ausserhalb des SBTi-Rahmens entschieden: Anpassung an die Zielvereinbarung der EnAW für Scope 1 und 2 (2 % Reduktion pro Jahr) und Reduktion der Scope-3-Emissionen um 15 % bis 2033.
Alexandre Bardet
Verantwortlicher Prozess Einkauf-Nachhaltigkeit
ESG-Leistungskennzahlen
Dank der im Jahr 2024 entwickelten Governance-Instrumente ist die GMSA in der Lage, ihre ESG-Leistungskennzahlen systematisch zu überwachen. Nachfolgend sind die wesentlichen Indikatoren aufgeführt, welche die GMSA langfristig verfolgen möchte.
1) Anstieg der Getreideimporte aus dem Ausland aufgrund der schlechten Ernte 2024.
2) Anpassung der Scope-3-Berechnungen basierend auf der 2025 durchgeführten Studie. Dieser Indikator umfasst ausschliesslich Daten aus dem vorgelagerten Scope 3. Die Schwankungen der Treibhausgasemissionen sind hauptsächlich auf die Mengen und den Mix der einkauften pflanzlichen Rohstoffe zurückzuführen. Im Jahr 2025 ist das Einkaufsvolumen im Vergleich zu 2024 zurückgegangen.
Bindung von Lieferanten, Mitarbeitern und Kunden
Die GMSA als Ausbildungsbetrieb
Das Jahr 2025 unterstreicht erneut unser Engagement in der Berufsbildung: Die GMSA begleitet sieben Müllerlernende, darunter eine Person in beruflicher Neuorientierung. Zusätzlich absolvieren drei kaufmännische Lernende ihre Ausbildung bei der GMSA, womit insgesamt zehn Lernende ausgebildet werden.
Der Obermüller am Standort Granges-près-Marnand ist nicht nur verantwortlich für die Ausbildung in unseren Räumlichkeiten, sondern auch Fachlehrer an der Berufsschule für Müllerlehrlinge in der Westschweiz.
Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Da wir uns bewusst sind, dass Gesundheit ein wesentlicher Faktor für nachhaltige Leistungsfähigkeit ist, haben wir eine konkrete Unterstützungsmassnahme eingeführt: den «jährlichen Präventionsgutschein» im Wert von CHF 200.–. Dieser Betrag soll persönliche Initiativen zur Prävention und Erhaltung der Gesundheit sowie zur Verbesserung des Wohlbefindens unterstützen. Die Mitarbeitenden können ihn zur Deckung verschiedener Kosten verwenden, darunter:
- Behandlungen und Untersuchungen: Leistungen der Komplementärmedizin, Gesundheitschecks und Vorsorgeuntersuchungen, Zahnarztkosten.
- Sport und Entspannung: Abonnements für Fitnessstudios oder andere sportliche Aktivitäten, Eintritte in Thermalbäder.
- Sonstige Dienstleistungen: die für die körperliche und geistige Gesundheit förderlich sind.
Diese Massnahme ist Ausdruck unseres Willens, aktiv zu einem gesunden, ausgewogenen und nachhaltigen Arbeitsumfeld beizutragen. Durch die Förderung von Prävention und gesundheitsbewusstem Verhalten stärken wir das individuelle Wohlbefinden unserer Mitarbeitenden.
Aktive Unterstützung des Bäckereigewerbes
Im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung des Bäckerei-, Konditorei- und Confiserie-Gewerbes ist die GMSA stets bemüht, ein Partner für die Förderung des Nachwuchses zu sein, sei es für Lehrlinge oder junge Unternehmer. Darum beteiligt sich die GMSA an verschiedenen Aktionen, sie gehört unter anderem zu den Hauptsponsoren des «Club for future» des Schweizerischen Bäcker-Confiseurmeister-Verbandes (SBC). Unser jährlicher finanzieller Beitrag ermöglicht insbesondere die Förderung junger Fachkräfte bei nationalen (SwissSkills) und internationalen (WorldSkills) Meisterschaften im Bereich Bäckerei, Konditorei und Confiserie. Auch materielle Unterstützung wird geleistet: GMSA stellt dem renommierten Kompetenzzentrum Richemont in Luzern Mehl für die Berufsausbildung von Lehrlingen und zukünftigen Führungskräften zur Verfügung. Diese Unterstützung wird auch auf kantonaler Ebene für Wettbewerbe von Bäckerlehrlingen gewährt. Darüber hinaus arbeitet die GMSA eng mit der Organisation Proback zusammen, die Fachleute, welche an der Übernahme eines Unternehmens im Bereich Bäckerei-Konditorei interessiert sind, miteinander in Kontakt bringt.
Öko-Innovation
Nachhaltige Lösungen
Im Jahr 2025 hat die GMSA drei innovative Produkte für eine nachhaltigere Bäckerei entwickelt.
Da die Herstellung von Getreideprodukten, insbesondere in der landwirtschaftlichen Produktionsphase, mit Umweltauswirkungen verbunden ist, verwerten wir gezielt Nebenprodukte der Lebensmittelverarbeitung. Auf diese Weise entwickeln wir gesunde, nahrhafte und innovative Produkte und nutzen die bereits im System vorhandenen Ressourcen effizient. Dank innovativer Verfahren eröffnen unsere drei neuen Produkte auf Basis von Weizenkleie, Biertreber sowie Nebenprodukten aus der Herstellung von Erbsenproteinkonzentraten neue Anwendungsmöglichkeiten und schaffen einen Mehrwert für Kunden und Umwelt. Diese in der Schweiz neuartigen Produkte zeichnen sich durch interessante geschmackliche Eigenschaften sowie funktionale Vorteile in der Verarbeitung aus.
Unsere drei nachhaltigen Innovationen für Bäcker (von links nach rechts): das Konzentrat Gourmet Vollkorn IP-SUISSE, das Granulat Erbse IP-SUISSE und die Assemblage Braumeister Swissness.
Beitrag zu einer resilienten Region
Moulin du Valais SA: Eine grossartige Herausforderung im Jahr 2025
Wer hat nicht bereits von unserer neuen Mühle gehört? Die Moulin du Valais SA mit ihrer Steinmühlentechnologie liegt im Herzen des Wallis, in Riddes, und ist das Ergebnis einer Vision: Mehle anzubieten, welche die Authentizität der Region und die hohen Anforderungen unserer Expertise in sich vereinen.
Mit dieser Mühleverpflichtet sich die GMSA, eine lokale und nachhaltige Landwirtschaft zu fördern und gleichzeitig die strengen Anforderungen des Walliser Roggenbrots AOP einzuhalten, wodurch die Authentizität des Endprodukts gewährleistet wird.
Eine Geste der Solidarität für Kinderträume
In diesem Jahr wollte die GMSA ihrem traditionellen jährlichen Dankeschön noch mehr Bedeutung verleihen und unterstützte daher die Stiftung Make-A-Wish Switzerland & Liechtenstein. Diese Organisation ist in der ganzen Schweiz tätig und erfüllt schwer kranken Kindern Wünsche, um ihnen in ihrer schwierigen Situation Momente der Hoffnung, Freude und Zuversicht zu schenken. Um einen Beitrag zu dieser Mission zu leisten, haben wir eine Spende in Höhe von CHF 1’000.- geleistet, damit einige Träume verwirklicht werden können. Unser Partner, die Bäckerei Moos in Emmenbrücke (LU), hat sich ebenfalls grosszügig gezeigt und einen Rabatt von CHF 400.- auf die Herstellung der 1’200 Kekse gewährt, welcher vollständig an Make-A-Wish weitergeleitet wurde. Ein schönes Beispiel für gemeinsame Solidarität!
Fahrplan
Unser Weg geht weiter
Im Jahr 2026 wird die GMSA die nachhaltigen Praktiken weiterführen, die ihr Geschäftsmodell prägen. Dazu gehören die Herstellung nahrhafter und gesunder pflanzlicher Produkte, eine überwiegend lokale Beschaffung der Rohstoffe sowie die konsequente Verwertung sämtlicher Nebenprodukte der Produktion. Um das Geschäftsmodell noch widerstandsfähiger zu machen, wird GMSA die Umsetzung der ESG-Roadmap 2030 fortsetzen.
Zu diesem Zweck wird das Green Team verschiedene Projekte vorantreiben, darunter den Ausbau erneuerbarer Energien durch eine Erhöhung der selbst produzierten und genutzten Energiemenge sowie die Einführung von Ladesystemen für Elektrofahrzeuge. Das Engagement der GMSA zur Reduzierung ihrer indirekten Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit der landwirtschaftlichen Produktion (Scope 3) wird 2026 in enger Zusammenarbeit mit AgroImpact, IP-SUISSE und Bio Suisse fortgesetzt.
Was den Energieverbrauch der Gruppe betrifft, so wird in der Ostschweiz ein Photovoltaikprojekt realisiert, mit dem wir unseren Eigenverbrauch steigern können. Zu erwähnen ist auch, dass die GMSA am kantonalen Programm MBENEFITS des Kantons Waadt teilnehmen wird, mit dem die Rentabilität von Energieeffizienz- und Nachhaltigkeitsprojekten bewertet werden kann.
Die Elektromobilität wird zudem durch die Installation von Ladestationen sowie den geplanten schrittweisen Ersatz von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor durch Elektrofahrzeuge gestärkt.
Ein weiteres grosses Projekt für das kommende Jahr wird die Integration der Schweizerischen Schälmühle E. Zwicky AG sein. Dieser neue Standort muss in allen Nachhaltigkeitsbereichen, d. h. Umwelt, Soziales und Governance, angeschlossen werden. Infolge der Verabschiedung des Omnibus-I-Pakets im Dezember 2025 unterliegt die GMSA derzeit nicht mehr der europäischen Richtlinie zur standardisierten Nachhaltigkeitsberichterstattung CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive). Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass die Schweiz künftig einen vereinfachten Rahmen für KMU fördern wird, beispielsweise den VSME-Standard (Voluntary Sustainability Reporting for SMEs) oder einen gleichwertigen Ansatz. Die Strategie der GMSA im Bereich der Nachhaltigkeitsberichterstattung bleibt unverändert: die schrittweise Einführung des VSME-Standards mit dem Ziel, einen transparenten und praxisnahen Nachhaltigkeitsansatz darzustellen. Dieser konzentriert sich auf konkrete, wertschöpfende Massnahmen, insbesondere in den Bereichen der Governance und der kontinuierlichen Verbesserung ökologischer und sozialer Aspekte (ESG).
Um seine Auswirkungen spürbar zu reduzieren, hat sich die GMSA einen Fahrplan bis 2030 gesetzt, der mit der Strategie der Gruppe übereinstimmt. Das Green Team koordiniert und gewährleistet die Umsetzung der für die nächsten drei Jahre festgelegten vorrangigen Projekte.
Die GMSA ist derzeit nicht mehr von der CSRD (Richtlinie über die Nachhaltigkeits-berichterstattung von Unternehmen) betroffen, einer europäischen Richtlinie über eine standardisierte Nachhaltigkeits-berichterstattung.
Finanzberichte
Konzernrechnung
Die konsolidierten Jahresrechnungen zeigen eine umfassende Sicht der finanziellen Lage der GMSA und ihren Tochtergesellschaften.
Jahresrechnung
Die Jahresrechnung zeigt die Bilanz, die Gewinn- und Verlustsrechnung und die Anhänge nur für die Einheit GMSA.
Laden Sie unseren Geschäftsbericht herunter
Hier finden Sie unseren vollständigen Geschäftsbericht 2025 als PDF.