Lagebericht

Das Geschäftsjahr 2025 in Kürze

Anlässlich ihres 140-jährigen Jubiläums schloss die Groupe Minoteries SA (GMSA) das Geschäftsjahr 2025 trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds im Bereich Backmehl mit einem Umsatzwachstum ab. Dieses symbolträchtige Jahr war geprägt von wegweisenden Ereignissen, darunter die Eröffnung der Moulin du Valais SA und die Übernahme der Schweizerischen Schälmühle E. Zwicky AG. Alle Finanzkennzahlen der Gruppe, vom Umsatz bis zum Nettoergebnis, weisen eine positive Entwicklung auf.

Zum Abschluss ihres Jubiläumsjahres verzeichnet die GMSA ein Umsatzwachstum von 4.7 % bei stabilem Nettogewinn (+0.8 %). Diese solide Leistung ist das Ergebnis der Integration zweier neuer Gesellschaften, die in diesem Jahr zur Gruppe stiessen (Moulin du Valais SA und Schweizerische Schälmühle E.  Zwicky AG).
Trotz dieser grossen Erfolge steht der Markt für Backmehl weiterhin unter hohem Druck. Die Hauptgründe dafür sind Überkapazitäten in der Branche sowie die Preisunterschiede zwischen einheimischem und importiertem Getreide, die noch nie so gross waren wie heute. Wir stossen derzeit an die Grenzen des für unsere Agrarprodukte eingerichteten Zollschutzsystems. Der einzige Lichtblick auf diesem Markt war die sowohl quantitativ als auch qualitativ gute Ernte 2025, die nach der katastrophalen Ernte 2024 (der schlechtesten Ernte der letzten 30 Jahre) eine grosse Erleichterung darstellt.

Die Kosten konnten im Laufe des Jahres sehr gut unter Kontrolle gehalten werden. Dank erster Synergieeffekte innerhalb der Gruppe blieb auch das Nettoergebnis stabil, trotz einer neuen Belastung durch einen Bankkredit zur Finanzierung der Übernahme der Schweizerischen Schälmühle E. Zwicky AG. Der Bau der Moulin du Valais SA wurde hingegen mit Eigenmitteln finanziert.

Marktentwicklung

Der Markt für Backmehl in der Schweiz schrumpft das zweite Jahr in Folge, wovon auch die GMSA betroffen ist. Dank Diversifizierung konnte jedoch ein Umsatzanstieg von 4.7 % erzielt werden.

Der Rückgang der Mehlmengen ist auf die Verlagerung der Produktion eines unserer Kunden ins Ausland sowie auf die Änderung der Zolltarife für technische Mehle zurückzuführen.

Diese beiden bedeutenden Veränderungen auf dem Schweizer Markt führten zwischen 2023 und 2025 zu einem erheblichen Verlust an Marktanteilen, wie bereits in unseren früheren Jahresberichten erwähnt. Viele handwerkliche Bäckereien gerieten 2025 in wirtschaftliche Schwierigkeiten und mehrere einschneidende Insolvenzen wirkten sich direkt auf die GMSA aus, die bei diesen Kunden weiterhin Marktführerin in der Schweiz ist.

Die Spezialitäten verzeichnen ein starkes Wachstum aufgrund der Diversifizierung und Integration der Schweizerischen Schälmühle E. Zwicky AG, einem wichtigen Akteur in der Schweiz. Dank dieser Akquisition und nach der Konsolidierung mit den Spezialitäten der Steiner Mühle AG ist die GMSA nun sehr gut auf diesem Markt positioniert.

151.9 mio

Rekordumsatz für die GMSA

Preiskrieg

Seit fast zwei Jahren ist der Markt für Basismehle (Standardprodukte) mit erhe­blichen Schwierigkeiten konfrontiert. Die stetig wachsenden Überkapazitäten führen zu einem intensiven Preiskrieg, von dem alle Akteure betroffen sind.
Unsere Preise stehen unter starkem Druck durch mehrere Marktteilnehmer. Diese liefern heutzutage zu Preisen, die lediglich die Rohstoffkosten decken und unter den tatsächlichen Kosten liegen. Langfristig begeben sich diese Akteure in eine risikoreiche Situation, und in den kommenden Jahren ist mit einer Marktkonsolidierung zu rechnen.

Obwohl die GMSA auf eine Innovationsstrategie und hochwertige Produkte mit hohem Mehrwert setzt, leiden auch wir unter den Folgen dieses negativen Branchenumfelds.

Die Übernahme der Schweizerischen Schälmühle E. Zwicky AG bietet jedoch eine Chance, unsere Aktivitäten auszuweiten. Diese Diversifizierung trägt dazu bei, sowohl die Gesamtkostenstruktur als auch das Kerngeschäft Backmehl langfristig abzusichern.

Mit der Übernahme der Schweizerischen Schälmühle E. Zwicky AG und der Bündelung ihrer Spezialitäten mit dem bestehenden Angebot der Steiner Mühle AG ist die GMSA in diesem Markt sehr gut positioniert.

Zurück zu einem normalen Erntejahr

Nach einer historisch schwachen Ernte im Jahr 2024 kann die Ernte 2025 je nach Region als quantitativ gut bis sehr gut bezeichnet werden. Von der Aussaat bis zur Ernte waren die Wetterbedingungen überwiegend günstig für den Getreideanbau, aber auch für die Schweizer Landwirtschaft im Allgemeinen. Trotz einer zeitweiligen Unsicherheit in Bezug auf die Entwicklung der Getreideanbauflächen und der Attraktivität der Brotweizenproduktion für die Landwirte zeigte sich schliesslich durch die Korrektur einer fehlerhaften Statistik, dass die Gesamtfläche im Jahr 2025 stabil geblieben ist.
Was die Qualität betrifft, so beobachten wir für die Ernte 2025, wie so oft in ertragreichen Jahren, einige eher rückläufige Tendenzen. Der Proteingehalt und der Feuchtglutengehalt sind niedriger als 2024. Die Mehle weisen eine mässige Wasseraufnahmefähigkeit auf. Die Teige zeigen eine unter dem Fünfjahresdurch­schnitt liegende Knetfestigkeit und Glutenstruktur. Das Brotvolumen bleibt jedoch auf dem hohen Wert von 2024.

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Konzernstrategie

Diversifikation mit Mehrwert: Schweizerische Schälmühle E. Zwicky AG wird Teil der GMSA

Kommentar zu den Ergebnissen

Perspektiven

Nachhaltigkeitsbericht (ESG)

Von der Saat bis zur Auslage des Bäckers, für eine lokale und nachhaltige Lieferkette

Die Nachhaltigkeitsstrategie der GMSA ermöglicht es dem Unternehmen, sich im Markt zu positionieren, die Erwartungen der Kunden zu erfüllen sowie Talente und Investoren zu gewinnen. Im Jahr 2025 setzte die GMSA die Umsetzung ihres Fahrplans 2030 fort und konkretisierte ihre Strategie zur Verringerung der Auswirkungen ihrer Aktivitäten im Scope 3.

Finanzberichte

Konzernrechnung

Die konsolidierten Jahresrechnungen zeigen eine umfassende Sicht der finanziellen Lage der GMSA und ihren Tochtergesellschaften.

Jahresrechnung

Die Jahresrechnung zeigt die Bilanz, die Gewinn- und Verlustsrechnung und die Anhänge nur für die Einheit GMSA.

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